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Geburtstags-SALON 2016 | Impressionen

Mediativer Mittwoch_Team
Was für ein Abend! Unser 7. Geburtstag im B-Movie war eine gelungene Veranstaltung. Knapp 50 Gäste waren gekommen, um mit uns ins Kino zu gehen um sich am Konfliktspektakel von Sönke Wortmann „Frau Müller muss weg!“ zu erfreuen und anschließend den Mediativen Mittwoch zu feiern. Wir bedanken uns bei allen Gästen, die dabei waren, besonders bei Susann Bongers, unserer Co-Autorin der 3. Edition MM, Dres. Ilona Zeuch-Wiese und Klaus Wiese, unseren Verlegern aus Berlin, Ole Oldach vom B-Movie und unseren beiden Helfern Petra Würth und Moritz Schlüter!


Der Abend wurde dank Dr. Ilona Zeuch-Wiese auch mit der Kamera festgehalten, starten Sie Ihren fotografischen Rundgang mit einem Klick auf diesen Link: FOTOS 7. GEBURTSTAG MM

Nachbericht zum SALON 1215

Interkulturelle Aspekte in deutsch-schweizerischen Konflikten
oder: Sind Schweizer die besseren Deutschen?

Mediativer Mittwoch_SALON 1215_1Mediativer Mittwoch_SALON 1215_2Für unseren letzten SALON in 2015 hatten wir uns ein deutsch-schweizer Referentenduo eingeladen, die mit viel Humor über die Tücken der vermeintlichen Ähnlichkeit zwischen Deutschen und Deutsch-Schweizern berichteten. Beide haben und hatten selbst bereits Partner der anderen Nationalität und konnten die typischen Verhaltensweisen aus eigener Erfahrung bestätigen. Doch zu Beginn unseres SALONS waren die Teilnehmer gefragt. Über das „Biographie-Ratespiel“ wurde ihre Menschenkenntnis getestet, denn es sollten die beiden Referenten in Bezug auf die links aufgezählten Daten einschätzt werden. Nicht jede der „Schubladen“, in die die Referenten gesteckt wurden, erwies sich als richtig! Danach widmete man sich den schweizerischen Schubladen, siehe Foto rechts.
 
Über die Arbeit als Mediatorin im anderen Land berichtete Susann und Ihren Umgang mit nationalen Fettnäpfchen. Unsere Teilnehmerin Andrea Dahli, Luzernerin mit Wohnsitz in Hamburg und Mediatorin, gab dazu abschließend folgende Tipps:

  • 1. Die Kommunikationsnorm meiner Deutschschweizer Landsleute ist tatsächlich eher kompliziert, floskellastig und uneindeutig bis ambivalent.
  • 2. Ihr müsst als Deutsche im Umgang mit Deutschschweizern tatsächlich mit Ressentiments rechnen.
  • 3. Wenn Ihr nicht in erster Linie geliebt werden möchtet und glaubt, auch das eine oder andere Fettnäpfchen aushalten zu können, könnt Ihr mit Eurem (möglicherweise tatsächlich) klareren und stringenteren Kommunikationsstil einen wertvollen Beitrag zur Klärung schweizerischer oder deutsch-schweizerischer Konflikte leisten. Auch SchweizerInnen tut Klarheit gut. Wenn sie ausgerechnet Euch engagieren, wollen sie möglicherweise genau das: Dass Ihr ihnen helft, das Herumgeeiere aufzubrechen.
  • 4. Verbiegt Euch nicht vor lauter Fettnäpfchen-Angst. Vermutlich könnt auch Ihr besser arbeiten, wenn Ihr „echt“ seid. Die Gewaltfreie Kommunikation versieht Euch mit ausreichend Handwerkszeug, um mit SchweizerInnen kommunizieren zu können: Wenn Ihr sie achtsam und wertschätzend behandelt, können sie es ertragen, wenn Ihr sie mal erschreckt.

Das war’s. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren!
 
Die Direktheit der Deutschen im Gespräch und die Überpünktlichkeit der Deutsch-Schweizer bei Terminen waren am Abend nur zwei der genannten häufigsten Stolperfallen im Miteinander der Nationen. Einer der wichtigsten Gründe für die Konflikte im Miteinander scheint darin zu liegen, dass wir durch dieselbe Sprache glauben, der Andere sei so wie wir. Da er dieselbe Sprache spricht, gehe jeder davon aus, dass dann auch das übrige Verhalten dem eigenen ähnele, was aber nicht der Fall sei.

Die gesamte PowerPoint-Präsentation des SALONS finden Sie HIER.

SALON | Interkulturelle Aspekte in deutsch-schweizerischen Konflikten

Zu unserem letzten SALON in diesem Jahr haben wir uns zwei Gäste eingeladen. Susann Bongers, Deutsche, und Manfred Schneeberger, Schweizer, berichten zusammen von ihren Konflikterfahrungen im schweizerisch-deutschen Umfeld und laden ein zu Betrachtungen über die feinen Unterschiede in der Konfliktkultur.

Kulturelle Unterschiede führen häufig dazu, dass der Eindruck ensteht, man verstehe sich grundsätzlich nicht und vertrete unterschiedliche Werte und Interessen. Dabei sind verschiedene kulturelle Verhaltens- und Kommunikationsweisen oft bloß eine andere Ausprägung ähnlicher Werte. Die beiden Referenten werden diesem Paradoxon und weiteren Hürden und Fallstricken an verschiedenen Beispielen folgen, insbesondere an den so unterschiedlichen und doch so ähnlichen deutschen und schweizerischen Konfliktkulturen. Dabei gehen die Referenten zum Beispiel der Frage nach, warum Medien die Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Schweizern gerne thematisieren und wie in der Mediation interkulturelle Aspekte berücksichtigt werden können.

Susann Bongers arbeitet als Mediatorin und Trainerin für Kommunikation, Führung und Konfliktmanagement in der Schweiz und Deutschland. Sie lebt seit 16 Jahren in der Schweiz und war dort sechs Jahre Schulleiterin eines Gymnasiums. Interkulturelle Zusammenarbeit fasziniert sie in Ihrer Arbeit; Manfred Schneeberger ist als Mediator für Familienmediation und Personaltrainer tätig. Er war 25 Jahre in verschiedenen Banken in Führungspositionen und als selbständiger Finanzplaner tätig. Mithilfe seiner Erfahrung als ehemaliger Spitzensportler kombiniert er sein Businesscoachingangebot mit Körpergefühl und -disziplin.