Schlagwort-Archiv: Margret Seidel

Nachberichte zum SALON 0316 und 0416

Das Wertespiel
  • „Es war zu kurz!“
  • Zwischendurch haben wir durch den intensiven Austausch das Spiel fast vergessen!“
  • „Wir haben uns intensiv zugehört.“
  • „Es gab viel Situationskomik!“
  • „Die Fragen boten uns reichlich Gesprächsstoff.“


  • Das Feedback der Teilnehmer unseres SALON im März zum Wertespiel bildete ab, was sich an den vier Spieltischen zeigte: Das Wertespiel brachte fremde Menschen zueinander, die auf lockere Art und Weise viel voneinander erfuhren. Während des Spiels konfrontierten die bunt gemischten Themen der Fragekarten die Mitspieler mit ihren persönlichen Werten, was zu ernsten Mienen und nachdenklichen Gesichtern, aber auch lautem Gelächter führte.


    Herzlichen Dank an Birgit Brödermann, die uns an diesem Abend eine Einführung in das Thema Werte bot (siehe Fotos oben) und das Wertespiel erklärte!
    Ein Abend, der fortgesetzt werden wird!

    Resilienz und Mediation

    SALON_Resilienz-5_Mediativer Mittwoch
    Was bedeutet es, wenn jemand resilient ist? In der Materialwissenschaft wird damit die Fähigkeit von Materialien bezeichnet, nach einer externen Störung wieder in den Ausgangszustand zurückkehren zu können. In der Psychologie benennt man so die psychische Widerstandsfähigkeit einer Person. Dabei geht es weniger darum, ein solider „Fels in der Brandung“ zu sein, sondern vielmehr sich situationsadäquat verhalten zu können.


    Eine Pionierin der Resilienzforschung ist die amerikanische Entwicklungspsychologin Emmy Werner. Internationale Bekanntheit erlangte Werner in den 70er Jahren für ihre Längsschnittstudie an 698 Kindern auf der Hawaiinsel Kauai. Die Studie zeigte, dass sich Kinder, die biologischen/medizinischen und sozialen Risikofaktoren (wie zum Beispiel Komplikationen bei der Geburt oder Armut) ausgesetzt sind, im Durchschnitt negativer entwickeln als Kinder, die keinen solchen Risikofaktoren ausgesetzt sind. Sie sind zum Beispiel häufiger delinquent, psychisch und körperlich weniger gesund und später beruflich weniger erfolgreich. Das meistbeachtete Ergebnis von Werners Studie jedoch war, dass es auch Kinder gab, die sich trotz zahlreicher Risikofaktoren dennoch positiv entwickeln. Das traf auf ungefähr ein Drittel dieser Kinder zu. Diese Kinder sind resilient. (Wikipedia, abgerufen am 04.05.2016)


    Auch wenn der Umgang mit traumatischen Erlebnissen individuell ist, ist Resilienz von jedem Menschen erlernbar. Und auch Unternehmen können diese Fähigkeit entwickeln. In Resilienztrainings lernen die Mitarbeiter u.a. mit unterschiedlichen äußeren Rahmenbedingungen gesund umzugehen.


    Zum Abschluss des Abends diskutierten die Teilnehmer intensiv die Faktoren des Resilienzzirkels im Zusammenhang mit der Arbeit und der Haltung von Mediatoren. Wir bedanken uns bei unseren beiden Referentinnen des Abends, Gesa Lohkamp und Margret Seidel, für das Näherbringen dieses spannenden Themas!

    Zur PowerPoint-Präsentation und den Ergebnissen aus den Kleingruppen gelangen Sie ÜBER DIESEN LINK.

SALON | Resilienz und Mediation

Die beiden Referentinnen im April stellen uns das Thema Resilienz vor und zeigen, wie mithilfe von Resilienztrainings die individuelle Widerstandsfähigkeit verändert werden kann. Denn der Umgang mit Krisen gelingt jedem unterschiedlich gut. Es erfordert zunächst einmal das Erkennen, dass eine Situation im persönlichen oder beruflichen Umfeld eine über das gewohnte Maß hinausgehende Belastung darstellt. Hier spielt die persönliche Widerstandsfähigkeit im Hinblick auf den Umgang mit Stress eine entscheidende Rolle. Das Gute daran: man kann den Umgang damit lernen und trainieren!


Wie resilient sind Sie als Mediator? Nach ihrem Vortrag werden die beiden Referentinnen im SALON dazu eine Übung mit den Teilnehmern durchführen. Freuen Sie sich auf einen interessanten Abend!

Gesa Lohkamp ist Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten Versicherungs-, Handels- und Gesellschaftsrecht, bearbeitet als Mediatorin Familien- oder Wirtschaftskonflikte und erbrechtliche Auseinandersetzungen. Daneben ist sie als Oganisationsberaterin, Moderatorin und Teamentwicklerin tätig; Margret Seidel ist Sozialökonomin, zertifizierte Mediatorin und Coach (ECA) sowie Trainerin für Teamarbeit und Teammanagement. Sie arbeitet speziell im generationsübergreifende Konflikte und führt Resilienztrainings in Unternehmen, Akademien und Pflegeeinrichtungen durch.

SALON | „Elder Mediation“

Im ersten Teil unseres letzten Salons in diesem Jahr berichtete Margret Seidel von einem großen Mediationsverfahren in einer Residenz. Konfliktanlass war die Unzufriedenheit der Bewohner mit dem Essen. Das Oberthema „Mittagessen“ hatte viele Facetten, von der Temperatur der Speisen bis zu den Öffnungszeiten des Residenzrestaurants. Am Verfahren, das insgesamt ca. ein Jahr dauerte und etwa acht Termine umfasste, waren viele verschiedene Beteiligte eingebunden, z.B. die Geschäftsführung, der Bewohnerbeirat, die Hausdame und die Küchenleitung. Margret Seidel konnte die Mediation erfolgreich abschließen und mittlerweile hat die Residenz viele Ergebnisse aus der Mediation erfolgreich umgesetzt. Die Küchenleitung kocht wieder komplett in Eigenregie und hat die Cateringfirma gekündigt, es werden Backkurse für Senioren angeboten sowie Exkursionen in landwirtschaftliche Betriebe und einmal in der Woche steht ein Wunschessen eines Bewohners auf der Speisekarte.
 
Petra Stolter gab uns nach der Pause einen spannenden Einblick in Ihre Arbeit als Notarin, durch die sie oft auch mit dem Thema Tod und Sterben konfrontiert wird. Durch Ihre Zusatzqualifikation als Mediatorin hat sie in Ihrer Arbeit einen breiteren Fokus und befragt auch die mittelbar Betroffenen nach Ihrer Meinung. Mittels eines nachgestellten Falles wurde deutlich, wie wichtig auch die Würdigung der Toten in der Mediation ist. Ihnen eine Stimme zu geben und durch einen Stuhl im Raum präsent werden zu lassen, kann für eine Lösungssuche äußerst hilfreich sein.
 

Margret Seidel ist Sozialökonomin, Mediatorin, Coach (ECA) und Trainerin. Seit 2006 ist sie Inhaberin des Unternehmens SUCCESS MEDIATION; Petra Stolter ist Rechtsanwältin, Notarin und Mediatorin (BAFM) in Henstedt-Ulzburg. Seit 1995 ist sie als Mediatorin mit dem Schwerpunkt Familienmediation tätig.