SALON | „Einblick in die Arbeit der TOA-Dienststelle bei der Staatsanwaltschaft Hamburg“

Unser erster Gast im neuen Jahr 2011 war die TOA-Mediatorin Ulrike Weiler von der TOA-Dienststelle, die uns den Ablauf eines Täter-Opfer-Verfahrens in Ihrer Dienststelle erklärte. In Hamburg kam der Bereich Täter-Opfer-Ausgleich (Erwachsene) im August 2006 zur Staatsanwaltschaft Hamburg. Damit ist Hamburg das einzige Bundesland, das über eine spezialisierte TOA-Dienststelle verfügt. Vor der Einführung des TOA für Erwachsene war die Gerichtshilfe für derartige Aufgaben zuständig. Insgesamt erhält die TOA-Dienststelle ca. 600 Fälle im Jahr,  etwa die Hälfte ist zur Durchführung eines TOA bereit. Lediglich 2 % dieser Ausgleichsgespräche verlaufe nach Einschätzung von Frau Weiler erfolglos.
 
 

Ulrike Weiler ist seit 1976 nach Abschluss ihres Studiums der Sozialarbeit in der Justiz tätig und arbeitete zunächst viele Jahre als Bewährungshelferin beim Landgericht Mannheim, danach einige Jahre als Gerichtshelferin bei der Staatsanwaltschaft Mannheim. In dieser Zeit absolvierte sie eine berufsbegleitende Ausbildung zur Mediatorin in Strafsachen. Ende 1999 ließ sie sich zur Justizbehörde Hamburg versetzen und ist seit dieser Zeit fast ausschließlich als TOA-Mediatorin tätig.